Diese Woche im Kino in der Reitschule

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Mon Jun 7 17:32:52 CEST 2010



Diese Woche im Kino in der Reitschule
	 




Südafrika jenseits des WM-Taumels 

Im Vorfeld der Fussball WM in Südafrika zeigt das Kino in Zusammenarbeit mit dem Sous le Pont (SlP) Filme, die sich kritisch mit der südafrikanischen Politik auseinandersetzen. Das tut Not, denn in der Fussball-Euphorie vergessen auch die sensibilisiertesten Leute gerne was im diesem Land noch so alles im Argen liegt. 

Shosholoza Express haben wir an den diesjährigen Visions du Réel in Nyon entdeckt. 20 Jahre nach Ende des Apartheidregimes werden grosse Anstrengungen unternommen, systematische Ausgrenzungen zu beseitigen und erlittene Benachteiligungen auszugleichen. Und doch bleibt im Zug jeder lieber für sich. Das Regime ist überwunden, aber seine Spuren sind allgegenwärtig. Der Film Amandla! A Revolution in Four Part Harmony blendet zurück auf 40 Jahre Kampf gegen die Rassentrennung in Südafrika. Er tut dies, indem er die Geschichte des Widerstands über die Musik erzählt. Im neusten Clint Eastwood Film Invictus sieht der gerade zum Präsidenten gewählte Nelson Mandela den Kampf gegen die Nachwehen der Apartheid als sein höchstes Ziel an. Gerade den Sport begreift er als grosse Chance, das noch immer geteilte Volk zusammenzubringen. Aber hier geht es nicht um Fussball, sondern um Rugby! 


Donnerstag, 10. Juni 2010, 20.30 Uhr
Shosholoza Express
Beatrice Möller, D 2010, 60 Min., DVD, Ov/d 

 

Im neuen Südafrika sind alle gleich: Schwarze, Weisse, Inder und Farbige. Auf einer Zugfahrt im «Shosholoza Express» begegnen sie den Brüchen ihrer Vergangenheit. 20 Jahre nach Ende der Apartheid ist nichts wie es war, aber auch nichts wie es sein sollte. Auf der Reise durch moderne Stadtzentren, verwahrloste Townships und endlose Weiten erzählt der Film von inneren Grenzen, nicht überwundenen Vorurteilen, unerfüllten Hoffnungen und schwelenden Konflikten. Alle sitzen im selben Zug, aber nicht im selben Abteil. 

Alles ist anders in Südafrika: Wo früher strikte Rassentrennung herrschte, steigen heute Schwarze, Weisse, und Farbige in denselben Zug. 27 Stunden dauert die Fahrt auf einer der längsten Strecke des «Shosholoza Meyl Express». Tür an Tür reisen Menschen mit denkbar verschiedenem Gepäck. Sie erzählen aus ihrem Leben und öffnen mit ihren persönlichen Geschichten den Blick für die Brüche und Verwerfungen der Vergangenheit, die das Leben in Südafrika bis heute bestimmen. Der «Shosholoza Meyl Express» ist der Zug der kleinen Leute. Im Vergleich zu anderen Transportmitteln ist er günstig und wird vom normalen Volk genutzt. Und während draussen die Landschaft vorbeizieht, taucht der Film ein in die Erzählungen der Fahrgäste 








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