das RS-KINO zeigt:

Kino in der Reitschule kino at reitschule.ch
Mi Jan 16 23:15:50 CET 2013




Diese Woche im Kino in der Reitschule
	 
 	Tour de Lorraine

Rohstoffdrehscheibe Schweiz
Die 13. Tour de Lorraine nimmt ein Thema auf, welches in der letzten Zeit zunehmed in den Fokus geriet. Durch den steigenden Bedarf an Rohstoffen und den damit verbundenen Preisanstiegen lohnt es sich an immer mehr Orten in der Welt, Rohstoffe abzubauen, um aus ihnen Profit zu schlagen. Parallel zu den Gewinnen aus dem Rohstoffgeschäft steigen Umweltverschmutzungen und Menschenrechtsverletzungen in den Abbaugebieten an. Die Gewinne fliessen jedoch ab, oft in die Schweiz, die durch tiefe Steuersätze, wenig Regulierung und hohe Diskretion ein attraktiver Standort für viele Rohstofffirmen ist.
http://tourdelorraine.ch

 
 



Freitag, 18. Januar, 20.00 Uhr 
Samstag, 19. Januar, 20.00 Uhr
Roșia Montană – Dorf am Abgrund
Fabian Daub, Deutschland 2012, E-Kino, 78 Min, OV/d
Anschliessend Diskussion mit dem Regisseur Fabian Daub und der Aktivistin Ramona Duminicioiu von Save Roșia Montană 




Unter dem historischen Karpatendorf Roșia Montană lagern die grössten Goldvorkommen von Europa. Ein Bergbaukonzern mit starken ausländischen Investoren plant, grosse Teile  des Ortes und der Umgebung dem Erboden gleichzumachen, und eine gigantische Tagebaumine zu errichten. Zur Gewinnung des Goldes soll hochgiftiges Zyanid verwendet werden mit möglicherweise fatalen Folgen für die Natur der Region. Viele haben sich bereits für die Umsiedlung in Städte entschieden. Eine kleine Gruppe stemmt sich jedoch mit aller Kraft gegen die Zerstörung ihrer Häuser. Doch der Druck wächst ständig, nicht zuletzt wegen der hohen Goldpreise. 

Freitag, 18. Januar, 22.15 Uhr
Was übrig bleibt
Andreas Gräfenstein / Fabian Daub, Deutschland 2008, E-Kino, 15 Min, OV/d




In Walbrzych (Waldenburg), im niederschlesischen Kohlerevier, sind die Zechen dicht. Auf eigene Faust bauen Lukasz und sein Freund Jacek nun die Kohle ab. Seit Jahren schon. Wie hunderte andere Kohlespechte graben sie vor den Toren der Stadt illegal nach dem Schwarzen Gold. Ständig ist die Polizei den beiden auf den Fersen. Zugeschüttet wurden sie auch, häufiger schon. Aber sie machen weiter. 

Samstag, 19. Januar 2013, 21.45 Uhr
Operación Diablo: 
S. Boyd, Peru 2010, OV/d, 69 Min. 




Pater Marco wird verfolgt. Er ist ein einfacher Priester aus Cajamarca, das in Perus nördlichen Andenbergen liegt. Eine private Detektivfirma filmt und fotografiert jeden seiner Schritte; ihre akribischen Berichte tragen den Codenamen «Operation Teufel». Die letzten zwei Jahrzehnte hat Pater Marco Bauerngemeinden gegen die Misshandlungen durch Yanacocha verteidigt. Dieser Einsatz brachte ihm den Spitznamen «Der Teufel» ein. Marcos Verbündete werden ermordet und gefoltert. Doch er und seine Gruppe junger Umweltaktivist˜innen lehnen es ab, Opfer zu sein. Sie richten ihre Kameras auf die Spione und entwickeln einen Gegenspionageplan. Der führt sie zu Südamerikas grösster Goldmine Yanacocha, deren Mehrheitseigentümer die US-amerikanische Newmont Mining Corporation aus Colorado ist. 

Samstag, 19. Januar 2013, 23.00 Uhr
Freitag, 25. Januar 2013, 21.15 Uhr 
Sambia: Wer profitiert vom Kupfer?
A. Odiot, A. Gallet, OV/F 2011, OV/d, 53 Min. 




Sambia gehört zu den grössten Kupferproduzenten, ist aber trotzdem eines der ärmsten Länder der Welt. Während das Kupfer und die Profite von Rohstoffkonzernen ins Ausland transferiert werden, bleiben den meisten Menschen vor Ort nur Dreck und Armut. Die porträtierte Mine Mufulira gehört mehrheitlich dem Schweizer Rohstoffkonzern Glencore. Und dieser sieht sich zunehmend Widerstand ausgesetzt. Der Protagonist des Films, Christopher, gründet eine lokale Vereinigung, um gegen die massive Umweltverschmutzung der Mine aktiv zu werden und eine Klage zu prüfen. Ein Film, der genau hinschaut und nahe rangeht. 

Samstag, 19. Januar 2013, 00.00 Uhr 
Samstag, 26. Januar 2013, 20.30 Uhr 
Blood in the Mobile 
F. Poulsen, DK 2010, 29 Min. 




Ein Leben ohne Mobiltelefon kann man sich fast nicht mehr vorstellen. Doch für unseren Komfort zahlt die Welt einen hohen Preis. Ein Grossteil der Minerale, die für die Herstellung der Mobiltelefone notwendig sind, kommt aus dem Osten Kongos. Die westlichen Industrienationen kaufen sogenannte Konfliktminerale und finanzieren so den Bürgerkrieg im Kongo. Dieser zählt nach Auffassung von Menschenrechtsorganisationen zu den blutigsten seit dem Zweiten Weltkrieg. In den letzten 15 Jahren hat er mehr als fünf Millionen Menschen das Leben gekostet, 300000 Frauen wurden vergewaltigt. Es herrscht unfassbare Grausamkeit. Der Krieg wird andauern, solange bewaffnete Gruppen die Kriegsführung durch den Verkauf der Mineralien weiter finanzieren können. 

Filmemacher Frank Poulsen ist seit Jahren Besitzer eines Nokia-Handys. Er will herausfinden, ob er den Konflikt im Kongo mit unterstützt. So macht er sich auf die Reise in den Kongo und nimmt viele Strapazen auf sich, um Zugang zu der grössten Mine in der Kivu-Region zu erhalten. Ein Bild des Schreckens offenbart sich ihm: Kinder verbringen Tage in dunk-len, engen Tunneln und graben mit blossen Händen die Mineralien aus, die sich dann in unseren Telefonen wiederfinden. «Blood in the Mobile» ist eine Dokumentation über unsere Verantwortlichkeit im Konflikt im Kongo und über die soziale Verantwortung von Unternehmen. 

Samstag, 19. Januar 2013, 00.45 Uhr 
Hammer and Flame
V. Pilikian, J. Meiland, GB 2005, ohne Sprache, 10 Min. 




Die Abwrackwerften der nordindi-schen Küstenstadt Alang sind ein Zentrum der weltweiten Schiffsverschrottungsindustrie. Ausgemusterte Frachter und Tanker werden bei Ebbe gestrandet und mit einfachsten Werkzeugen zerlegt. Kommentarlos beobachtet Vaughan Pilikian die geduldige Kleinstarbeit der Männer und Frauen, die ihre Gesundheit den giftigen Substanzen und Materialien in den Schiffen aussetzen. 

 	

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